Freie Demokraten zur Landratswahl am 13. September

stv. Kreisvorsitzender Siegfried Mühlenweg und Kreisvorsitzender Stephen Paul

stv. Kreisvorsitzender Siegfried Mühlenweg und Kreisvorsitzender Stephen Paul

Kreis Herford.  Am 13. September 2015 wählen die Bürgerinnen und Bürger einen neuen Landrat für den Kreis Herford. Der Landrat leitet die Kreisverwaltung und ist Vorsitzender des Kreistages. Bislang gibt es zwei Bewerber um dieses Spitzenamt: Die CDU hat den Vlothoer Bürgermeister Bernd Stute, SPD und Grüne haben gemeinsam den Kreisdezernenten Jürgen Müller aufgestellt.

Wenn es nach den Freien Demokraten geht, wird es bei diesen beiden Kandidaten auch bleiben. In einer gemeinsamen Sitzung von Kreisvorstand und Kreistagsfraktion mit den Vorsitzenden der kreisangehörigen Ortsverbände haben die Freien Demokraten bewusst auf die Nominierung eines weiteren, eigenen Bewerbers verzichtet. „Unser Ziel war, in Fraktionsstärke weiter im Herforder Kreistag mitzuwirken und Einfluss auf das politische Geschehen zu nehmen – dieses Ziel haben wir bei der Kommunalwahl im letzten Sommer erreicht“, begründet FDP-Kreisvorsitzender Stephen Paul die einvernehmliche Entscheidung. Durch den Verzicht auf einen dritten Bewerber wollen die Freien Demokraten den Bürgerinnen und Bürgern eine mögliche Stichwahl um das Amt des Landrats und damit einen zweiten Gang ins Wahllokal ersparen. Mit Blick auf die allgemein rückläufige Wahlbeteiligung rufen die Freien Demokraten alle Wahlberechtigten auf, von ihrem Wahlrecht am 13. September Gebrauch zu machen. Stephen Paul betont: „Der nächste Landrat braucht breiten Rückhalt in der Bürgerschaft, wenn er etwas voranbringen will.“

Beim FDP-Kreistreffen bestand Einigkeit, dass es für die Zukunft der im Kreis Herford lebenden Menschen wichtiger sei, mit dem nächsten Landrat an den bevorstehenden Herausforderungen konzentriert zu arbeiten: Die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung, der Ausbau der beruflichen Bildungsangebote und des Straßennetzes, die Sicherung der ärztlichen Versorgung oder die Wiedererlangung kommunaler Handlungsfreiheit auch durch Schuldenabbau. Die Freien Demokraten hätten konkrete Konzepte, die sie dann mit dem neuen Landrat besprechen wollen. „Der Kreis Herford gilt heute oft als „graue Maus“ unter den Landkreisen oder gar als verzagt“, bringt es Stephen Paul für die FDP auf den Punkt.  „Der nächste Landrat hat uns auf seiner Seite, wenn er die Dinge endlich mutig und beherzt voranbringt und dafür sorgt, dass der Kreis Herford eine aktivere Rolle bei der Zukunftsgestaltung unserer Region übernimmt.“ Der Kreis Herford müsse neue Wege der Zusammenarbeit mit den anderen Kreisen und Städten in der Region suchen, um sich als attraktiver Wirtschaftsstandort und Lebensraum gegen Metropole wie das Ruhrgebiet zu behaupten.

Die FDP-Gremien entschieden nach ausführlicher Beratung ferner, auch keine öffentliche Empfehlung für einen der beiden Bewerber nachträglich abzugeben. „CDU, SPD und Grüne hätten uns ja in ihre Personalauswahl einbeziehen und eine gemeinsame Nominierung eines Bewerbers um das Amt des Landrates ermöglichen können“, stellt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Siegfried Mühlenweg fest. Dies sei ja bei der letzten Landratswahl 2009 auch erfolgreich geschehen. Vor fünf Jahren hatten CDU und FDP gemeinsam Christian Manz als Landrat durchgesetzt. Nun nachträglich dem CDU-Kandidaten oder dem Bewerber von SPD und Grünen „beizuspringen“, würde auf die Bürgerinnen und Bürger wenig überzeugend wirken. Die Freien Demokraten hätten ja gerade bundesweit wieder mehr Zuspruch, da sie ihre Unabhängigkeit zurück gewinnen und sich konsequent erneuern.

 



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