Tempo 30 ist für Hiddenhausen keine Lösung! - FDP Kreis Herford

Tempo 30 ist für Hiddenhausen keine Lösung!

Tempo 30 Zone

Hiddenhausen/Kreis Herford.  „Autofahrer auf Tempo 30 auszubremsen, ist keine Lösung für die Verkehrsbelastung in Hiddenhausen“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Kreistag, Dirk Kleineweber. Damit beziehen die Freien Demokraten klar Stellung gegen die dem Gemeinderat vorgeschlagene Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße 239 (Herforder Straße) und der Landesstraße 554 (Bünder Straße). Dirk Kleineweber: „Berufspendler, Gewerbe und Handwerk sind darauf angewiesen, dass der Verkehr auf den überörtlichen Straßen zügig vorankommen kann.“

Den lärmgeplagten Anwohnern werde etwas vorgemacht, denn durch die Anordnung von Tempo 30 wird kein Lastkraftwagen von den Straßen verschwinden. Vielmehr müssten die LKW dann an den Ortseingängen noch stärker als bisher abbremsen und dann wieder beschleunigen, was noch lautere Geräusche verursache. Der FDP-Verkehrsexperte fordert die Verantwortlichen in Hiddenhausen auf, mit den Bürgern in Hiddenhausen ehrlich über die Bedeutung der überörtlichen Straßen zu sprechen. B239 und L554 dienten nun einmal ganz klar der Aufnahme des regionalen Verkehrs in Nord-Süd-Richtung.

Gemeinsam für eine echte Lösung der Verkehrsprobleme in Hiddenhausen (von links): verkehrspolitischer Sprecher Dirk Kleineweber, Kreisvorsitzender Stephen Paul und Ratsherr Martin Kalis

Gemeinsam für eine echte Lösung der Verkehrsprobleme in Hiddenhausen (von rechts): verkehrspolitischer Sprecher Dirk Kleineweber, Kreisvorsitzender Stephen Paul und Ratsherr Martin Kalis

„Mehr oder weniger tatenlos haben die politisch Verantwortlichen in unserer Region zugesehen, wie der Verkehr auf den Durchgangsstraßen in Hiddenhausen wächst und wächst“, kritisiert der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Stephen Paul. Einzig dem Tunnel durch den Schweichelner Berg, sei man jahrelang hinterher gelaufen. Der Lösung also, die zwar schön klinge, aber erwiesenermaßen besonders unrealistisch sei und in weiter Ferne stehe. „Andere Lösungen, die näher liegen, hat man aus einer Fehleinschätzung der Handlungsspielräume entweder ausgeblendet oder sogar aus ideologischen Gründen politisch bekämpft.“ Stephen Paul nennt dafür beispielhaft mögliche Ortsumgehungen, Lärmschutzmaßnahmen und den Neubau von Straßen, die den Schwerlastverkehr in Hiddenhausen reduzieren könnten, wie den Anschluss der Ostumgehung Engers an die A30. Hiddenhausen sei in Wahrheit am meisten geholfen, wenn Fernverkehr auf geeigneten Straßen westlich und östlich der Gemeinde abgeleitet werden könnte.

Der FDP-Kreisvorsitzende: „Anstatt den betroffenen Bürgern nach dem Tunnel schon wieder neue Scheinlösungen wie ein LWK-Durchfahrtsverbot oder Verkehrsversuche anzubieten, müssen jetzt endlich langfristig wirksame Maßnahmen im regionalen Konsens angepackt werden, die den gesamten Verkehrsfluss im Kreisgebiet berücksichtigen.“ Landrat und Bürgermeister sollten zu einem runden Tisch einladen, der noch in diesem Jahr ein tragfähiges Verkehrskonzept mit Maßnahmenplan vereinbart. An diesen Tisch gehören auch die Landtags- und Bundestagsabgeordneten, der Landesbetrieb Straßen.NRW, die Vertreter der heimischen Wirtschaft und die Sprecher der lärmgeplagten Anwohner, so die Freien Demokraten.

Martin Kalis, Hiddenhausener FDP-Ratsherr, legt Wert darauf, dass in ein solches Verkehrskonzept alle Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Hiddenhausen eingebunden werden. „Es macht doch keinen Sinn, Tempolimits nur dort zu streuen, wo aktuell der größte Verkehr herrscht. Dies verlagert nur die Probleme innerhalb der Ortsteile“, kritisiert Martin Kalis. „Am Ende sollte nicht ganz Hiddenhausen eine einzige Tempo 30-Zone werden.“



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